Prof. Dr. Sonja Stibi

Professorin für Musikvermittlung
Musikwissenschaftliches Institut
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Campus Arcisstraße
Gebäude C (Brienner Str. 32)

Foto: Gregory Giakis

Biografie

Sonja Stibi (*1976 in Konstanz) ist Professorin für Musikvermittlung, Leiterin des neuen Masterstudiengangs Musikvermittlung sowie Initiatorin und künstlerische Leiterin des XPLORE_Wettbewerbs für neue Konzertformate und des Gender & Diversity Awards an der HMTM. Von Oktober 2023 bis Oktober 2025 war sie Vizepräsidentin für Lehrentwicklung, Diversität und Forschung, von Oktober 2021 bis Oktober 2023 zudem Frauenbeauftragte.

Als Musikvermittlerin und Musik- & Tanzpädagogin konzipierte und realisierte sie verschiedenste Musik- und Tanzprojekte mit Kindern und Jugendlichen, u.a. an der Alten Oper Frankfurt, mit den Bad Reichenhaller Philharmonikern, im Jugendprogramm der Salzburger Festspiele als auch international in Mexiko, Westjordanland, Türkei, Slowakei, Polen, Deutschland und Österreich.

Sonja Stibi studierte Musik- und Bewegungserziehung mit Schwerpunkt Tanz und Lehramt Musikerziehung in der Sekundarstufe an der Universität Mozarteum in Salzburg.

2018 wurde sie an der Universität Augsburg promoviert (Dr. phil.) mit einer empirisch-qualitativen Videostudie zu multimodalen Instruktionsmustern in der Tanzimprovisation. Es folge ein berufsbegleitender Master of Arts »Musikvermittlung im Kontext« (2017-19) an der BrucknerUni Linz.

Lehraufträge in den Fächern Elementare Musikpädagogik, Musik- und Bewegungserziehung und Instrumentalpädagogik führten sie ab 1999 an die Hochschule für Musik Augsburg, an die Universität Augsburg und die Technischen Universität München, in Tanzstudios und Musikschule, als Musikpädagogin an Schulen der Grund- und Sekundarstufe sowie in die internationale Lehrerfortbildung.

2002 bis 2006 war sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin für Musikpädagogik an der Hochschule für Musik Nürnberg-Augsburg, Standort Augsburg tätig und wechselte von 2006-2011 als Universitätslehrerin für Elementare Musikpädagogik an die Anton-Bruckner-Privatuniversität nach Linz. Während des Auslandsaufenthaltes in Puebla (Mexiko) von 2009 bis 2011 leitete sie ein Tanzprojekt mit Jugendlichen an der Deutschen Schule Colegio Humboldt.

Von 2011-2017 war sie Leiterin des Orff-Instituts an der Universität Mozarteum Salzburg und Professorin für Elementare Musik- & Tanzpädagogik mit Fokus auf Fachdidaktik, Vernetzung von Theorie und Praxis der EMTP sowie empirische Unterrichtsforschung.

Es folgten Tätigkeiten als Lehrbeauftragte an der Anton-Bruckner-Privatuniversität Linz (2018-19) sowie als Koordinatorin und Pressesprecherin des Gemeinschaftsprojekts „Orchester für alle“ der Arbeitsgemeinschaft Musikvermittlung Österreichischer Berufsorchester (AMÖB) und als freiberufliche Musikvermittlerin. Als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Musikpädagogik der Universität Augsburg war sie 2019-2020 in der Lehramtsausbildung tätig, im Schuljahr 2020/21 als Musiklehrerin an der Realschule Bad Reichenhall.

Zum Wintersemester 2021 wurde sie als Professorin für Musikvermittlung an die Hochschule für Musik und Theater München berufen. Im Mai 2021 erhielt sie einen Ruf als Professorin für Instrumental- und Gesangspädagogik sowie Kunst- und Kulturvermittlung an die Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (abgelehnt).

Schwerpunkte der aktuellen wissenschaftlichen Arbeit von Sonja Stibi sind Publikumsbeteiligung in partizipativen Konzerten, partizipative Formate in der Musikvermittlung, Community Outreach sowie digitale Formate in der Musikvermittlung.

»Musikvermittlung hat das Ziel, musikalisch-ästhetische Erfahrungen zu initiieren, genauer: in künstlerischen Kontexten Musik berührbar zu machen und Menschen zu berühren, zu bewegen, zu verändern; durch künstlerische Handlungen und Hörangebote Menschen zu öffnen für das Musikalische in ihnen und Musik zu öffnen für das Menschliche in ihr: die Bedeutung von Musik für das Leben der Menschen in ihrer Zeit.« (Wolfgang Rüdiger)

»Musikvermittlung bedeutet, Menschen mit einem bestimmten Hörverhalten das Erlebnis einer neuen Hörerfahrung zu ermöglichen.« (Barbara Balba Weber)

»Konzerte als Orte künstlerischer Erfahrung müssen also heute deutlich mehr leisten, als nur zu reproduzieren. Es geht darum, aus dem Füllhorn des musikalisch Möglichen sinnvolle und sinnliche Programme zu entwickeln, in Künstlerischen Abläufen und Formaten zu denken und ein musikalisches Storytelling zu betreiben, das die Werke kontextualisiert und inszeniert.[…]« (Steven Walter)