Sound Art

Master of Music

Der Masterstudiengang Sound Art bietet eine zukunftsweisende Ausbildung für diejenigen, die sich für Klangkunst, Klanginstallationen und Klangforschung mit besonderem Bezug auf digitale Medien und deren Implikationen interessieren. In zeitgenössischen Schwerpunkten entwickeln Studierende individuelle Konzepte auf höchstem künstlerischem Niveau. Neben einer unabhängigen künstlerischen Laufbahn stehen Absolventen Arbeitsfelder in der Medienbranche, oder bspw. als Soundscape Designer im industriellen oder musealen Kontext offen.

Informationen zu den Schwerpunkten dieses Masterstudiengangs finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

Interview zwischen Studierenden und ihrem Professor Till Bovermann »Der Masterstudiengang Sound Art – was bisher geschah«

Foto von Mischpult

Dokumente

Abschluss:
Master of Music
Regelstudienzeit:
4 Semester
ECTS-Punkte:
120
Sprachkenntnisse:
Deutsch (kein Zertifikat nötig)
Kosten:
nur Semesterbeitrag
Bewerbungsfrist:
31. Mai

Was ist Sound Art?

Sound Art ist eine intermediale Kunstform, die sich in ihrer Ausformung primär (aber nicht exklusiv) auf Klänge stützt. Werke, die diesem Genre zugeordnet werden, erscheinen in der Gestalt von Klangskulpturen, Klanginstallationen, Musikperformances und anderen (medien-)künstlerische Arbeiten mit klanglichem Anteil. Werke der Sound Art müssen nicht zwingen klanglich erfahrbar sein, sondern können sich auch mit Klang als Konzept, Referenz, Medium, also als Teil unserer Lebenswelt beschäftigen. Sound Art schließt insbesondere auch die kreative Auseinandersetzung mit (Alltags-)Geräuschen ein.

Wie andere Kunstformen auch, beschäftigen sich künstlerische Arbeiten aus dem Bereich Sound Art mit Aspekten des alltäglichen sozialen Zusammenlebens. Dies umfasst insbesondere akustische Ökologie, also die klanglichen Relationen zwischen Lebewesen untereinander, und ihren jeweiligen Lebensräumen, Sonifikation, also die Verklanglichung von quantitativen Daten und gemessenen Prozessen, und generell die kritische Reflexion zeitgenössischer gesellschaftsrelevanter Themen wie der Digitalisierung unseres Alltags, der Auseinandersetzung mit künstlicher Intelligenz, Maschinellem Lernen oder Bioengineering, und generell dem Umgang mit zeitgenössischen, sowie historischen Medien des Wissensaustauschs.

Schwerpunkte im Bereich Sound Art an der HMTM

  • Akustische Ökologie, Interspezies Performances, Annäherung an das Andere:
    Sich dem (nicht-)Menschlichen nähern mit dem Ziel, einen kontinuierlichen Diskurs mit unserer Umwelt zu etablieren, Begegnung und Empathie gegenüber Andere[m/n] und unserer Umwelt vermitteln und entwickeln.
  • Sonifikation, Materialität, Instrumentalität, Perspektivwechsel:
    Die Annäherungen an (digitale/hybride) Strukturen, ihre Beschaffenheit, ihre Vergänglichkeit, ihre inhärente Ästhetik, Ausarbeitung eines Verständnisses und einer Re-interpretation alltäglicher Phänomene.
  • Hören und Klanginszenierung als politischer Akt:
    Klang ist immer auch politisch; zuhören (bspw. Pauline Oliveros‘ „Deep Listening“), aber auch Klang erzeugen (bspw. Günter Grass‘ „Blechtrommel“), können Stimmungen erzeugen und Wege aufzeigen.

Inhaltlicher Ansprechpartner

Ansprechpartnerin im Prüfungsamt (kommissarisch)