Der Bestand der Bibliothek der HMTM erweitert sich aufgrund von Schenkungsangeboten namhafter Münchner Künstlerpersönlichkeiten oder aus sonstigem Privatbesitz, soweit sie das Sammlungsprofil der Bibliothek betreffen. Musikernachlässe im archivarischen Sinne werden in der Bayerischen Staatsbibliothek verwahrt (siehe Websites der BSB: »Übersicht zu den Nachlässen in der Musikabteilung«).
In jüngerer Zeit hat die Bibliothek – angesichts des wachsenden Bewusstseins für die Provenienzforschung – damit begonnen, einige Sondersammlungen selektierbar zu erfassen, da sie in ihrer Geschlossenheit interessante Einblicke in das Repertoire einer Künstlergeneration, einer Gattung oder über das Gesamtoeuvre einzelner Komponist*innen ermöglichen. Seltene oder unikale, urheberrechtsfreie Werke werden von der Bibliothek auch digitalisiert und so für die allgemeine Öffentlichkeit frei zugänglich gemacht (vgl. Open Access).
Eine Nutzung der analogen Bestände ist für Nicht-Hochschulangehörige nur möglich, wenn die ermittelten Werke anderweitig nicht vorhanden sind. Mit Ausnahme der Posaunensammlung, die noch provisorisch in separaten Listen erfasst ist, lassen sich die unten genannten Sondersammlungen im Online-Katalog der Hochschule (webOPAC) aufrufen.
Dieter Acker (1940-2006) war von 1976 bis 2006 Professor für Komposition an der HMTM. Er trat die Nachfolge von Harald Genzmer an. Sein Komponisten-Nachlass befindet sich in der Musikabteilung der Bayerischen Staatsbibliothek (PDF: Verzeichnis in Listenform).
Ein Teilnachlass mit Reproduktionen der Handschrift des Komponisten ist auch in unserer Bibliothek vorhanden:
Sondersammlung Dieter Acker im webOPAC

Die Sammlung Barocklaute geht auf die Schenkung von Egil Schnack im Jahr 2020 zurück.
Franz Beyer (1922-2018) war von 1962 bis 1995 als Professor für die Fächer Viola und Kammermusik an der Hochschule für Musik und Theater München tätig.
Nikolaus Grüger war Dozent und Fachbereichsleiter für Horn am ehemaligen Richard-Strauss-Konservatorium in München, welches 2008 in die Hochschule für Musik und Theater München integriert wurde.
Aus seiner Privatsammlung gelangten 2004 zahlreiche seltene Notendrucke und Musikhandschriften mit Werken für oder mit Horn, u.a. aus dem Besitz berühmter Hornisten wie Kurt Janetzky oder Martin Ziller, in den Bestand der Bibliothek der Hochschule für Musik und Theater München.
Die Sammlung Henze u.a. Werke zeitgenössischer Musik bezieht sich auf den Komponisten Hans Werner Henze (1926-2012), dem die HMTM 2004 die Ehrendoktorwürde für Musikwissenschaft verlieh. Sie wurde der Hochschule 2017 vom ehemaligen Vorsitzenden und Generaldirektor der GEMA, Reinhold Kreile, gestiftet, der als langjähriger Freund und Wegbegleiter den Komponisten juristisch beriet und Vorstandsvorsitzender der Werner Henze-Stiftung war.
Sondersammlung Henze u.a. Werke zeitgenössischer Musik im webOPAC
Die Sammlung Joachim Kaiser bezieht sich auf die Privatbibliothek von Joachim Kaiser, die von seiner Tochter Henriette Kaiser 2018 der HMTM übergeben wurde.
Joachim Kaiser (1928-2017) arbeitete als leitender Redakteur im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung und war zudem Professor für Musikgeschichte an der Hochschule für Musik und Darstellende Künste in Stuttgart. Er gilt als einflussreichster deutschsprachiger Musik-, Literatur- und Theaterkritiker seiner Zeit.
Die Sammlung Peter Kiesewetter (1945-2012) stammt von dem Komponisten Peter Kiesewetter, der als Honorarprofessor an der Hochschule für Musik und Theater München wirkte. Zudem war er als Journalist für den Bayerischen Rundfunk tätig und komponierte zahlreiche Feature- und Hörspielproduktionen des Schulfunks.
Die Sammlung Wilhelm Killmayer (1927-2017) geht auf den Professor für Komposition zurück, der von 1973 bis 1992 an der HMTM lehrte.
Sondersammlung Wilhelm Killmayer im webOPAC

Diese Sammlung stammt von Jan Koetsier (1911-2006), der von 1966 bis 1976 Professor für Dirigieren und Leiter des Hochschulsinfonieorchesters an der Hochschule für Musik und Theater München war. Er führte in den damals gültigen Lehrplan die Möglichkeit wiederholter praktischer Arbeit der Studierenden der Dirigierklasse mit dem hochschuleigenen Sinfonieorchester ein. Zuvor war eine Arbeit mit Orchester in der Regel erst bei der Abschlussprüfung vorgesehen.
Jan Koetsier komponierte zahlreiche kammermusikalische Werke, Instrumentalkonzerte, Orchester- und Chorwerke sowie die Oper »Frans Hals«. Er gilt als Gründervater der modernen Blechbläserkammermusik. Die Förderung der Blechbläser-Kammermusik steht im Mittelpunkt der Jan-Koetsier-Stiftung, die seit 1999 der Hochschule für Musik und Theater München angegliedert ist und u.a. den Internationalen Jan Koetsier-Wettbewerb ausrichtet.
Sondersammlung Jan Koetsier im webOPAC

Emmi Leisner (1885-1958) war Opern-, Lied- und Konzertsängerin. Nach ihrem Studium in Berlin trat sie in der Rolle des Orpheus bei den Hellerauer Festspielen 1912 auf. Es folgten zwei Opernengagements in Berlin (1913–1921 an der Hofoper bzw. Staatsoper; 1923–1925 am Deutschen Opernhaus). Zudem war sie auf nationalen und internationalen Bühnen u.a. in Bayreuth als Lied- und Konzertsängerin tätig, wo sie sich einen legendären Ruf als Altistin ersang.
Das Aufführungsmaterial stammt aus der Bibliothek des ehemaligen Richard-Strauss-Konservatoriums, welches 2008 in die Hochschule für Musik und Theater München integriert wurde.
Rudolf Mors (1920-1988) war Schüler von Gustav Geierhaas sowie Joseph Haas und Karl Höller an der Akademie der Tonkunst, der Vorgängereinrichtung der heutigen Hochschule für Musik und Theater München. Sein Vater war der Komponist Richard Mors (1874–1946), ein Vertreter der Münchener Schule um Ludwig Thuille.
Der Komponisten-Nachlass von Rudolf Mors befindet sich in der Musikabteilung der Bayerischen Staatsbibliothek (PDF: Verzeichnis in Listenform). Ein Teilnachlass mit Reproduktionen der Handschrift des Komponisten ist auch in unserer Bibliothek vorhanden:
Sondersammlung Rudolf Mors im webOPAC

Die Sammlung Oper umfasst Opernaufnahmen sowie Opernfachliteratur aus der Privatbibliothek des Musikdokumentars Hans Werner Kimmerl-Armack (1937-2010), der seine Sammlerleidenschaft dem Genre des Musiktheaters verschrieben hat.
Robert Helmschrott (*1938) ist Komponist und lehrte als Professor für Musiktheorie und kirchenmusikalische Komposition an der Hochschule für Musik und Theater München, deren Präsidentschaft er von 1995 bis 2003 inne hatte.
2011 stiftete Robert Helmschrott der Bibliothek eine umfangreiche Notensammlung mit vorwiegend Partituren von Werken der Neuen Musik.
Luise Perard-Theisen (auch Luise Perard-Petzl, Perard-Theissen, 1884-1936) war Sopranistin und Gesangslehrerin. Im Anschluss an ihre Ausbildung hatte sie Auftritte sowohl auf nationalen Bühnen wie der Hamburger Oper sowie vor internationalem Publikum im Covent Garden in London oder Amsterdam. Von 1913 bis 1920 war sie an der Münchner Staatsoper engagiert, wo sie bei der Uraufführung der Oper »Sulamith« von Paul von Klenau sang. Später war sie als Gesangslehrerin in München tätig.
Sondersammlung Luise Perard-Theisen im webOPAC

Die Sondersammlung Posaune umfasst verschiedene Nachlässe von namhaften Posaunisten, die von Karlheinz Weber, Solo-Posaunist, Dozent, Archivar und Gründungsmitglied der Internationalen Posaunenvereinigung e.V. (IPV), zusammengetragen und der HMTM zur dauerhaften Archivierung und Erschließung übergeben wurden.
In folgenden Listen wurde dieses historische Material von Hermann Haug verzeichnet, der auch die umfangreiche Bibliographie von Bläser-Solo-Konzerten (erschienen im Verlag Breitkopf) zusammengestellt hat:
2025 hat die Bibliothek die private Saxophon-Noten-Sammlung von Günter Priesner (*1951) übernommen. Er war der erste Lehrer für klassisches Saxophon an einer deutschen Musikhochschule nach dem 2. Weltkrieg und Schüler namhafter Saxophonisten wie Jean-Marie Londeix, Iwan Roth und Eugene Rousseau. Bis zu seiner Emeritierung war er Professor für Klassisches Saxophon an der Hochschule für Musik Nürnberg.
Die Sammlung umfasst ca. 3000 Saxophon-Noten, darunter zahlreiche unveröffentlichte Musikmanuskripte zeitgenössischer Kompositionen für Saxophon sowie annähernd sämtliche Saxophon-Noten aus der »Editions Billaudot«.
Kurt Redel (1918-2013) war Flötist und Dirigent. Aus seinem Nachlass gelangten über die Kurt-Redel-Stiftung Noten, Schallplatten, Bücher, Briefe und eine Sammlung historischer Flöten in den Besitz der Hochschule. Einige Noten stammen, entsprechend eines Stempels, aus dem ehemaligen Besitz des Soloflötisten Alfred Tibursky (1882-1950).
Die historische Flötensammlung ist dauerhaft im 1. Obergeschoß vor dem Großen Konzertsaal ausgestellt.
Die Sammlung Rainer Rohde beinhaltet Aufführungsmaterial für Alte Musik. Sie stammt von Dr. Rainer Rohde (1938-2017), der einst Geigenunterricht bei der Violinistin Alice Harnoncourt, Pionierin der historischen Aufführungspraxis, nahm und das »Ensemble Couperin« gründete.
Rosl Schwaiger (auch Rosa Schwaiger, 1918-1970) war eine österreichische Opernsängerin (Sopran). Nach einer Klavier- und Gesangsausbildung am Mozarteum in Salzburg trat sie am Salzburger Landestheater sowie an weiteren bedeutenden Konzerthäusern in Österreich und der Schweiz auf. In den 1950er Jahren kam sie nach München, um an der Bayerischen Staatsoper, am Staatstheater am Gärtnerplatz sowie im Prinzregententheater u.a. 1956 als Papagena in der Inszenierung der Oper »Die Zauberflöte« von 1956 unter der Leitung von Hans Knappertsbusch zu singen.
Sondersammlung Rosl Schwaiger im webOPAC

Rainer von Zastrow (1928-2019) war von 1974 bis 1995 als Professor im Fach Klavier an der Hochschule für Musik und Theater München tätig.
Sondersammlung Rainer von Zastrow im webOPAC

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