Prof. Tanja Spatz

Professorin für Gehörbildung
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Foto: privat

Biografie

Tanja Spatz studierte neben Schulmusik auch die Fächer Musiktheorie (bei Prof. Dr. Ludwig Holtmeier) und Gehörbildung (bei Prof. Wolfgang Motz) an der Hochschule für Musik Freiburg. Seit dem Sommersemester 2026 bringt sie ihre umfangreiche Erfahrung als Wissenschaftlerin und Pädagogin in zahlreiche künstlerische und künstlerisch-pädagogische Studiengänge der HMTM ein.

Tanja Spatz schlägt in ihrer Arbeit Brücken zwischen Theorie und Praxis. So liegt ein Schwerpunkt ihrer Arbeit auf der Auseinandersetzung mit methodischen Fragestellungen, auch für den vor- und außerhochschulischen Bereich. Hier standen in den letzten Jahren insbesondere Relative Solmisationssysteme im Fokus, also Methoden im Musikunterricht, bei denen die Tonhöhen durch Silben benannt werden, basierend auf ihrer Position in der Tonleiter.

Gemeinsam mit Moritz Heffter entwickelte Tanja Spatz außerdem die App »koala«, ein digital verfügbares, kollaboratives Annotationstool, das die Kommunikation über Musik –insbesondere in der Annäherung über das Hören – vereinfacht. Das Projekt wurde durch die Stiftung Innovation in der Hochschullehre gefördert und erweitert durch ein Fellowship des Stifterverbandes.

Historische Lehrmethoden bieten für ihre Arbeit ebenso vielfältige Anknüpfungspunkte, auch in Hinblick auf ein Lernen in der musikalischen Praxis. Hier forscht Tanja Spatz zurzeit im Rahmen eines Promotionsprojektes (angesiedelt an der Hochschule für Musik Freiburg unter der Betreuung von Prof. Dr. Ludwig Holtmeier) zur Hybridisierung von Generalbass-Traktaten und ihren Vermittlungsstrategien aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

Daneben publizierte Tanja Spatz als Herausgeberin »Solmisation, Improvisation, Generalbass. Historische Lehrmethoden für das heutige Musiklernen« (mit Prof. Laura Krämer und Prof. Marcus Aydintan).