Workshop »Freie Improvisationskonzepte« mit Shoko Nagai und Satoshi Takeishi

23. April ’26

Von Sonntag, 10. Mai bis Mittwoch, 13. Mai 2026 findet am Jazz Institut der Workshop »Freie Improvisationskonzepte« mit Shoko Nagai und Satoshi Takeishi statt.

Programm
10. Mai 2026
15:00–18:00 Uhr: Big Band Raum G 0.30

11. Mai 2026
12:00–15:00 Uhr: Raum G 1.23
16:00–19:00 Uhr: Big Band Raum G 0.30

12. Mai 2026
11:00–14:00 Uhr: Piano Workshop (Kleiner Saal) & Drums Workshop (Raum G 1.05)
15:00–18:00 Uhr: Drums Workshop (Raum G 1.05)

13. Mai 2026
12:00–15:00 Uhr: Kleiner Saal
18:00–22:00 Uhr: Carl Orff Auditorium (Luisenstr. 37a)
20:00 Uhr: Abschlusskonzert (Eintritt frei, kostenlose Einlassbändchen vor Ort ab 19:00 Uhr)

Anmeldung an: gregor.huebner@hmtm.de

Shoko Nagai wurde in Nagoya, Japan, geboren und entwickelt sich seit mehr als 18 Jahren als professionelle Musikerin weiter. Nach ihrem Abschluss am Berklee College of Music im Jahr 1999 zog sie nach New York City und etablierte sich schnell in der Downtown-Jazzszene, wo sie unter anderem mit so renommierten Künstlern wie John Zorn, Erik Friedlander, Ikue Mori, Marc Ribot, Frank London, Matana Roberts, Miho Hatori (Cibo Matto), Satoshi Takeishi, Butch Morris, Elliot Sharp und Ned Rothenburg auftrat.
Sie trat in Schweden (Nobelpreisverleihung 2009 für den deutschen Schriftstellerin Herta Müller), Italien (Napoli Teatro Festival 2015), den Vereinigten Staaten (Newport Jazz Festival 2015, Saratoga Jazz Festival 2008), in Österreich (Saalfeld Jazz Festival 2014), in Frankreich (Banlieues Bleues, 2012), in der Schweiz (Rote Fabrik 2012), in den Niederlanden (Bimhuis 2012), Japan (Fuji Rock Festival 2012), Israel (Rumänisches Institut 2011), Kanada (Suoni Popolo Festival 2008), Deutschland (Moers Jazz Festival 2007) und Brasilien (Resfest 2007).
2010 erhielt sie ein Stipendium der New York Foundation for the Arts (NYFA) und 2008 von JazzJants (Painted Bride Arts Center). Außerdem komponierte sie Filmmusik und trat live bei Filmvorführungen auf. Zu ihren Werken gehören der französische Film »L’AMOUR CACHE« (2007) unter der Regie von Alessandro Capone und der musikalischen Leitung von Butch Morris sowie drei Dokumentarfilme unter der Regie von Linda Hoaglund, die 2015 auf dem IFC Film Festival in New York gezeigt wurden.
Der Dokumentarfilm »Things Left Behind« (2014) des japanischen Fernsehsenders NHK, für den sie die Filmmusik komponierte, erhielt zahlreiche Auszeichnungen und wurde von ANPO für das Toronto Film Festival 2011 ausgewählt sowie zu Filmfestivals in Vancouver, Hongkong und Polen eingeladen.
Obwohl Shoko Nagai als Popmusikerin auf dem von YAMAHA entwickelten Instrument »Electone« ausgebildet wurde, hat sie ein ausgeprägtes Gespür für abstraktere Ausdrucksformen durch Musik entwickelt. Ihre Klavierausbildung in Klassik und Jazz trug ebenfalls zu ihrem einzigartigen Talent als Multi-Keyboarderin bei. Ob sie nun auf dem Akkordeon rumänische, Klezmer- oder Balkan-Musik spielt, auf dem Moog-Synthesizer herumklimpert oder Saiten im Inneren eines Klaviers zupft – sie gibt immer 120 %, um sich jenseits musikalischer Genres auszudrücken.

Satoshi Takeishi, Schlagzeuger, Perkussionist und Arrangeur, stammt aus Mito in Japan. Er studierte Musik am Berklee College of Music in Boston, Massachusetts. Während seiner Zeit am Berklee entwickelte er ein Interesse an der Musik Südamerikas und zog auf Einladung eines Freundes nach Kolumbien. Dort verbrachte er vier Jahre und knüpfte zahlreiche musikalische und persönliche Kontakte.
Eines der Projekte, an denen er während seiner Zeit in Kolumbien arbeitete, war »Macumbia« mit dem Komponisten und Arrangeur Francicso Zumaque, in dem traditionelle, Jazz- und klassische Musik miteinander kombiniert wurden. Mit dieser Gruppe trat er gemeinsam mit dem Symphonieorchester von Bogotá in einer Konzertreihe zu Ehren des beliebtesten Komponisten Kolumbiens, Lucho Bermudes, auf.
1986 kehrte er in die USA nach Miami zurück, wo er als Arrangeur zu arbeiten begann. 1987 produzierte er »Morning Ride« für den Jazzflötisten Nestor Torres. Sein Interesse weitete sich auf die Rhythmen und Melodien des Nahen Ostens aus, wo er bei dem armenisch-amerikanischen Oud-Meister Joe Zeytoonian studierte und mit ihm auftrat.
Seit seinem Umzug nach New York im Jahr 1991 ist er mit vielen Musikern aufgetreten und hat mit ihnen Aufnahmen gemacht, darunter Ray Barretto, Carlos ‘Patato’ Valdes, Eliane Elias, Marc Johnson, Eddie Gomez, Randy Brecker, Dave Liebman, Anthony Braxton, Mark Murphy, Herbie Mann, Paul Winter Consort, Rabih Abu Khalil, Toshiko Akiyoshi Big Band, Erik Friedlander und Pablo Ziegler, um nur einige zu nennen.
Er beschäftigt sich weiterhin mit multikultureller, elektronischer und improvisierter Musik zusammen mit lokalen Musikern und Komponisten in New York.