»XPLORE – Wettbewerb für neue Konzertformate«: Projekte für das Finale stehen fest

2. Februar ’26

Die Finalist*innen von unserem Hochschulwettbewerb »XPLORE – Wettbewerb für neue Konzertformate« in Kooperation mit der UNITEL Musikstiftung stehen fest: Beim öffentlichen Pitch der Projektideen am Freitag, 30. Januar 2026 in der Reaktorhalle der HMTM überzeugten die Projekte von Emma Passi und Blerina Ademi, Eve Georges sowie von Paul Bießmann und Maria Matinyan.

In jeweils 10-minütigen künstlerischen Projektpitches präsentierten Studierende insgesamt sechs verschiedene Konzepte vor Jury und Publikum. Die Jury, bestehend aus Lehrenden verschiedener Bereiche der HMTM, der Studierendenvertretung sowie externen Mitgliedern, prämierte drei der vorgestellten Ideen. Die Finalist*innen erhalten nun ein Produktionsbudget in Höhe von jeweils 3.000 Euro, um ihr Projekt im Rahmen des öffentlichen Wettbewerb-Finales am 22. Mai 2026 umzusetzen. Im Finale liegt die Entscheidung dann beim Publikum, das eine Produktion mit einem Publikumspreis in Höhe von 1.000 Euro auszeichnen darf.

Foto: Jakob Schad

Emma Passi und Blerina Ademi widmen sich in ihrem Projekt der Frage, wo echtes Verstehen heute noch entsteht: Wie tief ist unser Verständnis, wenn Technologie menschliche Beziehungen vermittelt? »Body and Screen – Re: Human Connection« erforscht die Spannung zwischen analoger und digitaler Kommunikation sowie zwischen akustischem und digitalem Klang. Durch Sprache, Bewegung und Musik wird sie sichtbar, hörbar und spürbar. Eine Einladung, Entwicklung und Innovation bewusst und ausgewogen zu integrieren.

Foto: Jakob Schad

Die interaktiv-performative Installation »Zeit. Konsum. Begegnung.« von Eve Georges führt die Aufmerksamkeit des Publikums weg von den schnelllebigen Ablenkungen unserer übersättigten Welt. Sie lädt ein, zur echten menschlichen Begegnung zurückzukommen. Ihr Kernpunkt ist die Entwicklung vom passiven Konsumieren zurück zum aktiven Erleben. Mit Recycling-Instrumenten wird der Raum visuell und klanglich gestaltet, während das Publikum sich auf der Bühne bewegen kann und das Klangerlebnis mitgestaltet.

Foto: Jakob Schad

»Villa Echoes« von Paul Bießmann und Maria Matinyan verbindet klassische armenische Musik, experimentelle Sound Art und Projektionen zu einer immersiven Performance. Inspiriert von einer verfallenen Klavierbauer-Villa erkundet das Projekt Erinnerung, Vergänglichkeit sowie die Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart. Drei Stationen – Flügel, Tropfmaschinen und Field Recordings – verwandeln den Aufführungsort in einen begehbaren Erinnerungsraum. Eine Klavierbearbeitung der Komitas-Komposition »Garun A« mündet in eine hybride Klanglandschaft aus gesammelten Aufnahmen und Klavierfragmenten, die sich rund um den Saal aufspannen. Das Publikum ist dabei eingeladen, die Bühne zu erkunden.

Über den Wettbewerb XPLORE:

Ungewöhnliche Konzertideen auf die Bühne zu bringen, ist das Ziel des Wettbewerbs »XPLORE – Wettbewerb für neue Konzertformate«, den die Hochschule für Musik und Theater München (HMTM) gemeinsam mit der UNITEL Musikstiftung im Studienjahr 2025/26 zum dritten Mal ausgeschrieben hat.

XPLORE möchte Studierende der HMTM ermutigen, neue Aufführungspraxen zu erforschen, innovative Konzertideen zu entwickeln und diese in einem gleichzeitig geschützten und zugleich öffentlichen Rahmen umzusetzen. Dabei durchlaufen die Teilnehmenden alle Phasen einer Projektentwicklung – von der Konzeptentwicklung und Antragsstellung über die Kalkulation und Planung des Bühnensetups bis hin zur Realisierung – und sammeln so wichtige Erfahrungen für die Berufspraxis. Auf dem Weg von der Idee bis zur Umsetzung werden die Studierenden durch die Lehrveranstaltung XPLORE_Lab, einem Mentoring sowie verschiedene Workshops fachlich begleitet.

Seit Beginn der ersten hochschulweiten Ausschreibung von XPLORE im Juli 2023 fanden mehrere Workshops zu Konzertgestaltung, Dramaturgie und Inszenierung von Musik u.a. mit Konzertdesigner Folkert Uhde, dem Geiger David-Maria Gramse vom Ensemble Resonanz, dem TONALi-Team sowie dem Regisseur und Konzertgestalter Anselm Dalferth statt, ein Workshop zu »Konzertkuration aus Veranstaltersicht« mit Joosten Ellée sowie mehrere Basiskurse zur Veranstaltungstechnik und Improvisationsworkshops, u.a. mit Musiker*innen des Stegreif.Orchesters.