Donnerstag, 19. November ’26 / 19:00 Uhr

Odeon Konzert: Zwischen den Zeilen

»Erste Wege«

Foto von einem Streichquartett in einer Kirche
€ 35,00–€ 62,00 (zzgl. Gebühren)
Veranstaltungsort
Allerheiligen-Hofkirche
Residenzstraße 1
80333 München
Dmitri Schostakowitsch zählt zu den bedeutendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts. Sein Leben und Schaffen waren geprägt von den politischen Verwerfungen der Sowjetzeit, von staatlicher Kontrolle, öffentlicher Kritik und der ständigen Notwendigkeit, zwischen Anpassung und künstlerischer Selbstbehauptung zu bestehen.
Gerade darin liegt die bis heute wirkende Kraft seiner Musik. Sie erzählt von Angst und Bedrängnis, aber auch von Würde, Hoffnung und innerer Freiheit. Schostakowitsch wurde damit zu einer Künstlerpersönlichkeit, deren Werk weit über die politischen Grenzen seiner Zeit hinausweist.
Vor dem Hintergrund der heutigen politischen Spannungen gewinnt seine Musik erneut besondere Aktualität. Sie erinnert uns daran, zwischen der Politik eines Staates und seiner Kultur und seinen Menschen zu unterscheiden. Schostakowitschs Werk ist längst Teil des europäischen und weltweiten Kulturerbes.
Schostakowitschs Musik führt uns auch heute noch vor Augen, dass die Kultur eines Landes größer ist als seine jeweilige Politik – und dass Kunst dort Verständigung schaffen kann, wo Politik Sprachlosigkeit hinterlässt.
Mitwirkende
Lena Neudauer (Violine), Markus Bellheim (Klavier) sowie Studierende der HMTM

Moderation: Dr. Tobias Reichard
Programm
CLAUDE DEBUSSY
Klaviertrio G-Dur

DMITRI SCHOSTAKOWITSCH
Klaviertrio Nr. 1 c-Moll op. 8

FRANZ SCHUBERT
Klaviertrio B-Dur op. 99 D 898
HMTM in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kulturstiftung EUROPAMUSICALE gefördert durch den Münchner Konzertverein