Der Bereich KI und musikalische Kreation richtet sich an alle Studierenden der HMTM, die Künstliche Intelligenz auf intuitive Weise kennenlernen und praktisch erproben möchten. Ziel ist es, die Möglichkeiten, Grenzen und Risiken von KI besser zu verstehen und eine eigene Haltung dazu zu entwickeln.
Im Mittelpunkt steht die künstlerische Auseinandersetzung mit KI. Erforscht werden technologische und künstlerische Möglichkeiten ebenso wie neue Formen der Kollaboration zwischen Mensch und Maschine.
KI wird nicht als Mittel verstanden, künstlerische Arbeit zu automatisieren oder zu beschleunigen, sondern als ein neues, exploratives Werkzeug im kreativen Prozess, das je nach künstlerischem Konzept in unterschiedlichen Rollen und Versuchsanordnungen eingesetzt werden kann. Erforscht werden technologische und künstlerische Möglichkeiten ebenso wie neue Formen der Kollaboration zwischen Mensch und Maschine.
In Lehrveranstaltungen wie »KI, Kunst und Transformation«, »Machine Learning«, »Music and AI« und »KI in der künstlerischen Praxis« lernen Studierende aktuelle Technologien und ihre Funktionsweisen kennen. Die Inhalte werden in praktischen Übungen, Lehrprojekten und Veranstaltungen unmittelbar erprobt und auf eigene künstlerische Fragestellungen übertragen. Ausgangspunkt der Projekte sind die Ideen und Interessen der Studierenden. Sie untersuchen, welche Rolle KI innerhalb eines Werks oder künstlerischen Projektes einnehmen kann. Dabei experimentieren sie mit unterschiedlichen Konzepten, KI-Modellen, Daten und Einstellungen und können je nach Vorhaben auch technische Komponenten anpassen oder weiterentwickeln.
Für die praktische Arbeit steht den Studierenden dabei eine eigens entwickelte Forschungssoftware, »Ricercar«, zur Verfügung.
Mit der Forschungssoftware Ricercar steht Studierenden ein eigenes, technisch zugängliches System für KI-gestützte musikalische Kreation zur Verfügung. Es ermöglicht, musikalische Ideen in unterschiedlichen Varianten weiterzuentwickeln sowie die Beziehung zwischen menschlichen Entscheidungen und maschinell erzeugtem Material praktisch zu untersuchen. Ricercar wird seit 2023 gemeinsam von der Hochschule für Musik und Theater München und dem Ars Electronica Futurelab weiterentwickelt.
Die Forschung verbindet technische Entwicklung mit künstlerischer Praxis. Im Mittelpunkt stehen die Entwicklung und Erforschung intelligenter kreativer Systeme, neue Formen der Kollaboration zwischen Mensch und KI sowie die Anpassung technischer Systeme an kompositorische und künstlerische Arbeitsweisen. Erfahrungen aus den Projekten fließen unmittelbar in diese Weiterentwicklung ein.
Lehrprojekte werden auch unter professionellen Proben-, Produktions- und Aufführungsbedingungen realisiert. In der Zusammenarbeit mit Orchestern, Theatern, Festivals und Forschungseinrichtungen erproben Studierende ihre Konzepte außerhalb des Seminarraums. Dabei lernen sie, wie experimentelle KI-Verfahren mit musikalischen, technischen und institutionellen Abläufen zusammenspielen und wie die Rolle der KI gegenüber Mitwirkenden und Publikum transparent vermittelt werden kann.
Eine Übersicht der bisherigen Projekte:
Die Forschung und Lehre im Bereich KI und Musikalische Kreation wurde vielfach in Fachpublikationen sowie in Presse- und Medienbeiträgen aufgegriffen. Mehr Infos auf der Personenseite von Ali Nikrang.
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