Barbara Kienscherf, Dr. phil., ist seit September 2022 wissenschaftliche Mitarbeiterin in Teilzeit des Ben-Haim-Forschungszentrums der Hochschule für Musik und Theater München, wo sie insbesondere für die Erschließung und wissenschaftliche Aufarbeitung des Nachlasses des Komponisten Wolfgang Jacobi im Kontext kreativ-künstlerischer Auseinandersetzungen zuständig ist.
Sie studierte Musikwissenschaft, Kunstgeschichte und Publizistik an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und promovierte 1995 mit einer Arbeit über die Problematik der Farblichtmusik zum Dr. phil. (Prof. Dr. Maria Elisabeth Brockhoff). Neben und nach Abschluss ihres Studiums war sie als freie Musikjournalistin für Rundfunk (WDR, BR, DLF) und Printmedien (Fachzeitschriften, Tagespresse) sowie als wissenschaftliche Autorin tätig. 1997 erweiterte sie ihr Arbeitsfeld um die Bereiche Konzeption, Recherche und Redaktion wie auch um den Bereich PR- und Öffentlichkeitsarbeit und ist seither mit eigenem Büro in Bielefeld selbständig. Etwa zeitgleich begann auch ihre Beschäftigung mit dem Komponisten Wolfgang Jacobi (1894-1972): im Auftrag von dessen Nachfahren konzipierte sie ein Projekt zur Wiederentdeckung und Pflege des Schaffens von Jacobi, das sich stetig ausweitete. Sie übernahm Management und wissenschaftliche Betreuung des bis heute laufenden Projekts und wurde 2012 auch mit ersten, grundlegenden Arbeiten zur Ordnung und systematischen Erfassung des Nachlasses von Wolfgang Jacobi beauftragt (in Abstimmung mit der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns).
Teilnahme an Schulungen für die Anwendung von Archivsoftware-Programmen und Einarbeitung in die Möglichkeiten der Datenerfassung über die Online-Erschließungsplattform Kalliope-Verbund (2023 bis 2025)
Initiierung und begleitende Betreuung der interdisziplinären Fachtagung Wolfgang Jacobi: eine neue »Münchner Schule« aus Vorpommern? am Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald 2019 (Leitung: Prof. Dr. Birger Petersen, Mainz)